Nirgends zeigen sich innere Widerstände so gut wie in Beziehung zu einer anderen Person und zwar in den Momenten, in denen Stress im Spiel ist. Stress ist deshalb da, weil die innere Suche nach einer geeigneten wirksamen Handlung ergebnislos verläuft. Kann man aber nicht mehr adäquat handeln (chin. Yang - männliches Prinzip = Handlung, Ausdruck, Zuordnung, Denken, Planen), handelt man entweder unpassend (oft unreif) oder gar nicht. Außerdem verschließt man sich der Situation oder der Person.
Damit ist die eigene Yin-Seite (chin. für weibliches Prinzip = Offenheit, Verbindung, Aufnehmen, Erleben) beeinträchtigt.. Das legt die innere Fesselung durch die eigenen Widerstände offen zu Tage. Nachdem ich selber an meine Grenzen kam, habe ich Inspiration auf einem Seminar von Chuck Spezzano gefunden. Die Grundaufstellung dieses Prozesses, vergleichbar mit einer Schacheröffnung, ist von seiner Arbeit inspiriert. In weiterer Folge ist dann ein sehr präzises und vielseitiges Tool entstanden, das es erlaubt, die eigene Offenheit wieder herzustellen und sich selber wesensnahe zu erfahren.

"Um Wasser verstehen zu können, darf man nicht nur Wasserstoff und Sauerstoff analysieren. Wasser entsteht durch die Beziehung der beiden Elemente"
Paul Watzlawick

Geben und Nehmen – der Fluss des Lebens
Eine Beziehung wird geformt durch Geben und Nehmen. Die Qualität und Quantität des Austauschs bestimmen die Wertigkeit der Beziehung. Wenn ein Partner mehr zu Geben bereit ist als dass er Nehmen kann, entsteht in ihm Anspannung und im Beziehungspartner Wut. Auf einmal erscheint ein innerer Widerstand in der Beziehung, der älter ist, als die Beziehung selbst.
Beziehungskrise als Chance
Jede Krise deutet auf die Lösung, wenn man die Krisenlandkarte richtig lesen kann. Genaugenommen ist die Krise dazu da, die Lösung herbeizuführen. Persönliche innere Widerstände und kultureller Umgang mit Konflikten zementieren oft das entstandene Spannungsgefüge anstatt es zu klären. Wie können wir über die innere Konfliktstruktur zu unserem Lösungswissen zurückfinden?
Mattenprozesse
Ein Mattenprozess ist ein Experiment. Die innere Struktur des Prozesses trägt eine Lösungslogik in sich, die frei von Konzepten wie 'Schuld', 'Selbstwertgefühl' und 'Abgrenzungsstärke' ist.
In diesem freien und geschützten Rahmen ist man in der Lage, sich seiner persönlichen Lösung anzunähern und sie zu erfahren. Jede Matte ist dabei ein Erlebnisfeld (z.B. farbige Fußmatten oder Papierblätter auf dem Boden). Die Konstruktion des Prozesses sorgt für das Aufspüren der eigenen guten Ausrichtung in Bezug auf die andere Person und das Umfeld. Das Zeichen des Gelingens ist die Ruhe im Kopf und der Frieden im Herzen.
Yin und Yang
Die Chinesen haben für das aufnehmende Prinzip (offenes Annehmen, inneres Erleben, fühlende Verbundenheit) das Zeichen Yin. Es entspricht dem weiblichen Prinzip in jeder Person.
Das Zeichen Yang entspricht dem männlichen Prinzip. Was aufgenommen wurde muss in den Ausdruck einfließen können, damit dieser lebendig bleibt. Auch kann die Yin-Seite nur so offen sein, wie die Yang-Seite zu schützen bereit ist.
Der Kontrahent
Innere Konflikte rufen äußere Kontrahenten auf das Spielfeld des Lebens. Erkennen wir die Schuldprojektion des eigenen Konflikts auf die andere Person, können wir den inneren Konflikt klären und uns von der inneren Hilflosigkeit befreien. Die äußere Situation wird sich dann wandeln müssen. Wir haben wieder Kraft für den guten Weg.
Der gute Weg
Isoliertes Erfüllungsstreben führt in die Isolation. Der gute Weg ist der Weg, der für alle Beteiligten das Maximum einer befriedigenden Lösung möglich macht.
Grundlagen zum Yin-Yang-Prozess
mehr Informationen zum Yin-Yang-Prozess im Downloadbereich
+49-(0)179-6721779 www.gfk-mediation.de