der Meeting-Doc
Der Meeting-Doktor für interpersonal Performance
Frustration, Depression und Resignation sind nicht unbedingt die Meeting-Norm. Es geht auch anders.

Definition
MitarbeiterInnen finden die sich zur Erörterung eines
bestimmten Themas zusammen.
Anlass
Die Grundvoraussetzung eines produktives Meetings ist eine
Problemstellung.
Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg
(Laotse).
Ethik
Wenn MitarbeiterInnen nur in ihrer Arbeitskraft gesehen
werden und so förmlich Ressourcen-Charakter haben, brauchen wir uns nicht über
passive Tendenzen in Meetings zu wundern. MitarbeiterInnen, die sich selbst
jedoch als Ressourcen-TrägerInnen
sehen, werden versucht sein, diese ihre Ressourcen gewinnbringend einzusetzen.
Diese Selbstverantwortlichkeit ist die Basis für aktives Interesse und Inspirationsfähigkeit. Führungskräfte sind angeregt, diese innere Haltung ihrer MitarbeiterInnen zu unterstützen.
Interkultureller AnsatzDie Blickrichtung der Personen richtet sich dann auf die Hintergründe der Spannungen, sprich in die Vergangenheit, wo doch eine kreative Lösung den freien Blick in die Zukunft braucht.
Andersartigkeit wirkt nicht mehr als wertvolle Bereicherung, sondern erscheint schnell als behindernd (ab-artig). Erst nach der Lösung des Permanentkonflikts fließen die gemeinsamen Kräfte wieder im Sinne der Problemstellung zukunftsgerichtet und somit zum Nutzen der ArbeitgeberInnen.
Konfliktverschiebung
Konflikte können vom Ursprungskonflikt weg
über alle möglichen Bereiche, Personen, Themen oder Zeitphasen wandern.
Harmoniesucht
Wo zu ringen aufgehört wurde, wo das Umfeld Kämpfe nicht erträgt, da fehlt Vertrauen ebenso wie
Intensität. Diese fehlende Lebendigkeit degradiert Harmonie zur belastenden
Langeweile. Es ist jedoch ein entscheidender Unterschied, ob man gegen
KollegInnen oder gemeinsam miteinander für eine Sache ringt.
Kreatives Potenzial
Zwei wissen mehr wie einer. Dass ein kluger Mensch von jedem
was lernen kann und ein dummer von niemanden, ist bekannt. Wenn ein Unternehmen
sich nicht von inspirativen Momenten einzelner Personen abhängig machen will,
gilt es, ein interaktives Feld im Meeting aufzubauen. Die kreative Synergie ist
der Zugewinn, den ein Meeting leisten kann.
Moderationsfähigkeiten
Auch ein kreativer
Fluss braucht Ufer, die umso stärker sein müssen, je mehr Wasser fließt. Dazu
bedarf es diverser Moderationsfähigkeiten und einer vom Team akzeptierten
ModeratorIn. Sollte diese aber die Fluss begradigen, dann braucht sie sich
nicht zu wundern, wenn ihr die Fische davonschwimmen und das umliegende Land
austrocknet.
Timing
Die Gestaltung eines Meetings verlangt ein Wissen über die
verschiedenen Phasen von Entscheidung und Interaktion. Wenn erwartet wird, dass
die MitarbeiterInnen Entscheidungen mittragen sollen, ist es sinnvoll, diese
Abfolgen zu kennen.
Entscheidung und Verantwortung
Ohne Entscheidungsfreiheit ist Verantwortung nur ein
Wort. Wird Handlungsverantwortung und
Entscheidungsfreiheit personell komplett getrennt, entsteht Frust und Widerstand.
Insofern muss ein Meeting die konsequenziell betroffenen MitarbeiterInnen
sinnvoll in die Entscheidung mit einbeziehen. Solange die Führungskraft das
alleinige Risiko trägt, ist das ein heikler Punkt. Hier gilt es zwischen
Vorgaben und Entscheidungsoffenheit dialektisch abzuwägen, um nicht alle
Beteiligten entweder zu überfordern oder zu frustrieren.
Vertrauen
Ohne Vertrauen ist interaktive Kreativität nicht möglich.
Hat die Führungskraft den Kontakt zum Prozess verloren, ist das nicht Vertrauen
sondern Dissoziation (blindes Vertrauen). Wird Vertrauen durch Kontrolle
ersetzt, erzeugt das nicht kreative Produktivität sondern kreativen Widerstand.
Wie hält man aber Kontakt zum Geschehen, ohne dass das als Kontrolle gewertet
wird?
Schuld und Fehler
Fehler ist nicht gleich Fehlverhalten und zwischen Schuld
[lat.:culpa] auf er einen Seite und Verantwortlichkeit ("Schuldigkeit" [lat.: deber[) und Konsequenz auf der andern wird zu
unterscheiden sein.
Inspiration durch Effektivität
Vorausgesetzt, das Team befindet sich nicht im
Permanentkonflikt, gibt es nicht viel, was einen mehr inspirieren wird, wie die
eigene Wirksamkeit in einem interaktiven Kreativprozess zu erleben. Kommt in
einem Meeting so ein Prozess erst einmal in Gang, entwickelt dieser eine eigene
aufstrebende Dynamik, die das Klima im Team wiederum positiv beeinflussen wird.
Vorbereitung eines Meetings
Kennt man die natürliche Struktur interaktiver Prozesse, ist
man in der Lage, Meetings effektiv vorzubereiten. Ganze Inhalte haben im
eigentlichen Meeting nichts zu suchen und lassen sich gut auslagern.
Ziel des Meetings
Ziel eines gemeinsamen Treffens im Unternehmenskontext ist
die Förderung von Produktivität. Lähmende Treffen lähmen auch die
Produktivität, inspirierende Treffen heben das Aktionspotenzial.
Meeting als Bedrohung
Bei Menschenansammlungen erkennt man leicht ein ähnliches
Gruppenverhalten, wie man es bei Tieren beobachten würde. Herdenzwang,
Drohgebärden und Fluchtverhalten soll Leben retten, Reviere abstecken und
Rivalen erschüttern. Sieg oder Niederlage -
Alfa-Tiere versus Vogel Strauß und Nilpferd, alle treffen sich in einem
Raum. Je bedrohlicher dies den teilnehmenden MitarbeiterInnen erscheint
(Machtdiskurs), desto archaischere Züge werden angesprochen. Und somit erklärt
sich so manches Fehlverhalten einzelner TeilnehmerInnen leichter mit der
vorhandenen Gruppendynamik als mit persönlichen Defiziten. Die Führungskraft
und die ModeratorIn haben hier zwischen mangelnder Meetingkultur und einem
schwelenden Permanent- oder Aktualkonflikt zu unterscheiden und einzugreifen.
Meeting als öffentliche Hinrichtung
Führungskräfte, die ihre vermeintliche Macht über und gegen
Menschen gebrauchen, anstatt diese zusammen mit den MitarbeiterInnen für ein
konstruktives Ziel einsetzen, brauchen sich über mangelnde Unterstützung und
fehlenden Enthusiasmus nicht zu wundern. Einsicht ist hier der erste
schmerzliche Schritt, Fortbildung der zweite. Einen Diskurswechsel lernt man
nicht über Nacht, das ist eine mühsame jedoch auf jeden Fall lohnende Arbeit.
Deeskalation – Scherben bringen kein Glück
Jede MitarbeiterIn sollte das ABC der Deeskalation kennen.
Es macht einen deutlichen Unterschied, ob man sich selber im Brennpunkt der
Attacke sieht oder daneben sitzt. Ist der Gruppenfokus vorwurfsvoll auf eine Person
konzentriert, fehlen dieser leicht die Worte. Andere können unterstützend beitragen. Eskalationen setzen auch eine hohe
Anforderung an die ModeratorIn.
Generell wird bei einem Kampf, bei dem es gegen jemanden und nicht für die Sache geht, nichts zu gewinnen und viel Porzellan zu verlieren sein.
Emotionalität – bleiben wir doch sachlich
Den Menschen gibt es nur am Stück und Emotionen brauchen wir
für die Intuition, Inspiration und auch für logische Zuordnungen. So können wir uns unserer
emotionalen Seite nicht entledigen, sind aber für uns und unsere Reaktionen auf
andere verantwortlich. Gruppenemotionale Zustände wie Wut, Anspannung, Stress,
Langeweile, etc. können einen Raum dominieren. Meist sind Themen unter dem
Teppich gekehrt worden und bestimmen von dort aus das Raumklima.
Symbiosen
Wenn unbewusste Beziehungsmuster MitarbeiterInnen auf
symbiotische Rollen fixieren, spricht man von einer Kollusion. Diese
hemmen die beteiligten Personen in ihrem freien Selbstausdruck. Durch Bewusstwerdung in der Interaktion lassen sich diese Kollusionen positiv beeinflussen.
verschiedene Leistungen von mir als Meetig-Doc auf Anfrage
Form des Arbeitstreffens, an dem ich als Meeting-Doc beiwohnen kann
+49-(0)179-6721779 www.gfk-mediation.de